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JAHRESKREIS
1. WOCHE - MITTWOCH

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Ein Tag im Leben Jesu

Im Hause des Petrus.

Jesus: viele kennen ihn und kennen ihn doch nicht.

Herolde des Evangeliums für unsere Welt.

 

I. Wir stehen am Anfang des öffentlichen Wirkens des Herrn. Der Kreis seiner Jünger ist noch klein, wahrscheinlich sind nur erst die beiden Brüderpaare bei ihm: Simon und Andreas, Jakobus und Johannes. Der Herr hat in der Synagoge von Kafarnaum lange gelehrt und dann einen Besessenen geheilt. Die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.1 Hier setzt das heutige Evangelium ein2. Simon hat Jesus in sein Haus eingeladen. Anscheinend will Petrus dem Herrn ein wenig Erholung ermöglichen. Da muß es ihm peinlich gewesen sein, daß er ihn nicht so bewirten konnte, wie er es sich gewünscht hätte, denn die Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett. Wir wollen bei dieser häuslichen Szene verweilen, weil an ihr vieles bemerkenswert ist und hilfreich für unser Gebet. Sie sprachen mit Jesus über sie, heißt es. »Das ist ja das Wunderbare an den Evangelien. Hinter jedem niedergeschriebenen Satz stehen viele ungeschriebene, die wir aber, mit etwas Übung, dennoch >lesen< können; hinter jedem mitgeteilten Wort vermögen wir, genau hinhörend, viele uns nicht mitgeteilte Worte zu vernehmen.«3 Hier erfahren wir zwischen den Zeilen einiges über den schlichten Umgang der Jünger mit dem Herrn, wenn sie ihn vertrauensvoll bitten, die Kranke gesund zu machen. Und Jesus ging zu ihr, faßte sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie. »Das ist aber nicht alles. Jeder, der schon einmal Fieber und gar >heftiges Fieber< hatte, weiß, wie zerschlagen man auch dann noch ist, wenn die Temperatur sich wieder normalisiert hat. Schlapp liegt man da. Nicht so die Schwiegermutter Simons. Sie ist nicht nur fieberfrei, sondern auch völlig wiederhergestellt.

Jesus erweist seine Wohltaten niemals >partiell<, nie stückchen- oder ansatzweise. (...) Jesu Heilen ist immer >restitutio ad integrum<, Wiederherstellung der ursprünglichen Unversehrtheit. Daher ist das Fieber der Schwiegermutter des Petrus nicht nur vollständig verschwunden, sondern gleichsam nie gewesen. Nicht die kleinste Unpäßlichkeit erinnert noch daran. Die Matrone - ich stelle sie mir als eine einfache Frau von vielleicht fünfzig Jahren vor - steht sofort auf und besorgt den Haushalt.«4

Am Ende dieses Sabbats, der mit dem Besuch in der Synagoge und mit der Heilung des Besessenen begonnen hatte, steht der lange Zug von Menschen, die ihre Kranken zu Jesus bringen, sobald die Sonne untergegangen und damit die Sabbatruhe beendet war. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Wahrscheinlich wird die dankbare Schwiegermutter den Herrn irgendwann gedrängt haben, er möge sich endlich ausruhen. Der Evangelist spricht nicht davon, wohl aber erwähnt er, daß Jesus in aller Frühe, als es noch dunkel war, aufstand und an einen einsamen Ort ging, um zu beten.

Lassen wir in die Stille unseres Gebetes hinein dieses Bild wirken: den einsamen Beter draußen, an einem einsamen Ort.

 

II. Erst wenige Wochen sind verstrichen, seitdem wir Jesus im Stall von Betlehem betrachtet haben. Wir haben uns dann sein verborgenes Leben in Nazaret vor Augen geführt, das uns lehrt, den Alltag vor Gott zu leben. Wir betrachten ihn jetzt am Anfang seines öffentlichen Wirkens. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Dennoch geht Jesus nicht auf Petrus ein. Er antwortete: Laßt uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.

Jesus ist vom Vater ausgegangen als sein Wort, und er will jedem dieses Wort verkünden. Weil er zu allen gesandt ist, muß er sich dort losreißen, wo ihn die Menschen festhalten oder einengen wollen. Dazu bin ich gekommen... Zum erstenmal begegnet uns hier dieses Wort über seine Sendung. »Im Unterschied zu seinem Vorläufer Johannes dem Täufer, der die Menschen, die von überall herkamen, an einem abgelegenen Ort, am Jordan, lehrte, geht Jesus denen entgegen, denen er die Frohe Botschaft verkünden soll. In seiner Hinwendung zum Volk kann man eine Widerspiegelung der Dynamik sehen, die dem Geheimnis der Menschwerdung selbst innewohnt: das Zugehen Gottes auf die Menschen.«5 So erzählen uns die Evangelisten, daß Jesus in ganz Galiläa umherzog, in den Synagogen lehrt6, von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf wandert7. Bemerkenswert an der Antwort des Herrn ist außerdem, dass Jesus mit dem Laßt uns... die kleine Gemeinschaft derer miteinbezieht, die er auserwählt hat. Es sind jene, die er nach und nach formen wird, damit er sie aussenden und sich das Dazu bin ich gekommen... durch die Jahrhunderte in Gestalt der Kirche fortsetzen kann.

Alle suchen dich: Die Leute, die Jesus gehört und die Macht seines Wortes erfahren haben, ahnten etwas Großes und sehnten sich nach ihm.

Gibt es auch heute diese Sehnsucht nach Jesus? Kennen die Menschen ihn? Bei vielen ist eine vage Sympathie für seine Gestalt spürbar. Sie ahnen etwas, aber sie kennen nur Bruchstücke seiner Verkündigung. Doch eine bloße Ahnung trägt nicht; sie muß von subjektiven Eindrücken befreit werden und sich dem Geheimnis des Glaubens öffnen: daß Jesus nicht bloß ein großartiger Mensch war, sondern der menschgewordene Gott ist.

Die einen haben, wie gesagt, nur oberflächlich vom Glauben erfahren, die anderen sind niemals belehrt worden, wieder andere haben geglaubt, sind dann aber lau und gleichgültig geworden. Und dann gibt es jene, die den Glauben bewußt zurückweisen. »Solche Haltungen können verschiedenste Ursachen haben: Auflehnung gegen das Übel in der Welt, religiöse Unwissenheit oder Gleichgültigkeit, irdische Sorgen und Reichtum, schlechtes Beispiel der Gläubigen, religionsfeindliche Denkströmungen und schließlich die Neigung des sündigen Menschen, sich aus Angst vor Gott zu verbergen und vor dem Ruf des Herrn zu fliehen.«8

Augustinus gibt der Sehnsucht nach Gott in seinen Bekenntnissen wunderbar Ausdruck, wenn er - auf seine eigene Gottsuche zurückblickend - schreibt: »Groß bist du, Herr, und überaus lobwürdig; groß ist deine Stärke und unermeßlich deine Weisheit. Und loben will dich der Mensch, der selbst ein Teilchen deiner Schöpfung ist, der Mensch, der seine Sterblichkeit mit sich herumträgt (...). Du treibst uns an, so daß wir mit Freuden dich loben, denn du hast uns auf dich hin geschaffen, und ruhelos ist unser Herz, bis es ruhet in dir.«9

Es ist für Christen eine gewaltige apostolische Aufgabe, beizutragen zur Begegnung vieler aufrichtiger Menschen mit Gott: »Führe es dir immer wieder vor Augen: Es gibt viele Männer und Frauen in unserer Welt - und unter ihnen gibt es keinen einzigen Mann und keine einzige Frau, die der Meister nicht ruft. Er ruft sie zu einem christlichen Leben, zu einem Leben in Heiligkeit, zu einem Leben der Auserwählung, zum ewigen Leben.«10

 

III. In der Sankt-Ludgeri-Kirche in Münster hängt ein romanisches Kruzifix, das im letzten Krieg seine Arme verloren hat. Bei der Wiederherstellung der Kirche entschied man sich, das Kreuz im verstümmelten Zustand aufzuhängen; am Querbalken brachte man die Worte an: »Ich habe keine anderen Hände als die Euren.= So ist dieser Gekreuzigte - vor ihm hatte die selige Edith Stein in der Zeit nach ihrer Taufe und vor ihrem Eintritt in den Kölner Karmel innig gebetet - nicht nur Mahnmal vergangener Wirren, sondern auch Hinweis, daß Christus uns am Werk seiner Erlösungteilhaben lassen will. Wir sind - jeder nach der ihm gegebenen spezifischen Berufung - Arme und Hände Gottes in der Welt: Mitarbeiter und Gesandte des Herrn, die in seinem Namen heilen, helfen, tragen, wegweisen, austeilen.

Der Alltag bietet zahlreiche Gelegenheiten dazu: das aufmunternde Wort, das erhellende Buch, der Besuch bei einem Kranken, das orientierende Gespräch mit einem Freund, der Leserbrief oder die engagierte Initiative zum Schutz des Lebens. Bei der Übernahme seines Amtes als Papst sagte Johannes Paul I.: »Wenn alle Söhne und Töchter der Kirche unermüdlich Botschafter des Evangeliums sein könnten, wäre in einem erneuten Aufblühen einer heiligen Erneuerungsbewegung der Durst der Welt nach Liebe und Wahrheit zu löschen.«11

Gott hat mit uns rechnen wollen in der oft schwierigen Atmosphäre einer Welt, der es an Orientierung mangelt. Kardinal Newman schilderte vor hundert Jahren ihren Zustand mit Bildern, die - auch wenn sie aus der damaligen Zeit sind - aktuell bleiben: »Nehmt einmal an, daß plötzlich Dunkelheit auf die Straßen einer Großstadt niedersinkt; unnötig zu sagen, welches Chaos, welches Geschrei dann entstehen würde. Fußgänger, Fuhrwerke, Wagen, Pferde, alles geriete durcheinander. So steht es auch mit der Welt. Der Geist des Bösen wirkt auf die Kinder des Unglaubens ein, der Gott dieser Welt - wie der heilige Paulus sagt - hat ihnen die Augen verschlossen; und so sind sie denn gezwungen zu streiten und zu lamentieren, weil sie die Orientierung verloren haben.«12

Hände Gottes sein in dieser Welt, am Werk der Erlösung teilhaben - dazu hat uns der Herr befähigt. Wir wissen uns mit den vielen vereint, die Ja zu seinem Ruf gesagt haben und in diesem Ja nicht nur eine individuelle Auszeichnung, sondern eine Verantwortung gegenüber den anderen sehen.

Ohne persönlichen Umgang mit Christus geht das aber nicht. Denn: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?13 Wir können das Licht Christi nur dann weitergeben, wenn wir selbst uns ihm aussetzen, die Wahrheit Christi, wenn wir in ihr verwurzelt sind, das Leben Christi, wenn wir selbst aus ihm leben. Ohne Gebet wäre unser Leben eine Wüste, wären unsere Gedanken wurzellos, unsere Taten unfruchtbar. »Dein apostolisches Leben ist so viel wert, wie dein Gebet wert ist,«14 sagt der selige Josemaria Escrivá. Daran erinnert uns das heutige Evangelium, wenn wir den betenden Herrn betrachten, der sich in aller Frühe, als es noch dunkel war, zurückzieht, um Gott den anbrechenden Tag anzuvertrauen. Betend schöpfen wir die Kraft, die Hindernisse und Schwierigkeiten unserer Welt zu überwinden, und die Hoffnung, trotz allem beharrlich zu bleiben.

 

Mk 1,22. - 2 Mk 1,29-39. - 3 P. Berglar, Petrus - Vom Fischer zum Stellvertreter, München 1991, S.74. - 4 ebd., S.73. - 5 Johannes Paul II., Ansprache 20.4.1988. - 6 Mt 4,23. - 7 Lk 8,1. - 8 Katechismus der Katholischen Kirche, 29. - 9 Augustinus, Bekenntnisse, 1,1,1. - 10 J. Escrivá Im Feuer der Schmiede, Nr.13. - 11 Johannes Paul I., Ansprache 27.8.1978. - 12 J.H. Newman, Fastenpredigt. - 13 Lk 6,39. - 14 J. Escrivá, Der Weg, Nr.108.

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