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JAHRESKREIS
25. SONNTAG (LESEJAHR B)

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LEITEN UND GEHORCHEN ALS DIENST

Jesus, der Gerechte: Leidend und dienend.
Autorität als Dienst.
Geläuterte Absicht.

I. Laßt uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung (...). Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennenzulernen, seine Geduld zu erproben. Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt. Diese Worte aus der ersten Lesung der heiligen Messe wurden lange vor der Ankunft Jesu Christi niedergeschrieben. Immer hat es Gerechte gegeben, die wegen ihrer Gerechtigkeit verfolgt wurden. Aber die Liturgie wendet diese Worte auf den Gerechten schlechthin an, auf Jesus, den menschgewordenen Sohn Gottes, der zu unserem Heil den ehrlosen Tod auf sich nahm.

Im Evangelium hören wir, wie Jesus, mit den Seinen durch Galiläa ziehend, sie über Tod und Auferstehung belehrt: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tode wird er auferstehen. Die Jünger aber, die sich eine andere Vorstellung von kommenden Reich gebildet hatten, verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen.2

Nun nimmt das heutige Evangelium eine neue Wendung: vom Leiden zum Dienen. Als sie in Kafarnaum ankamen, fragte sie der Herr, worüber sie unterwegs gesprochen hätten. Sie schwiegen, denn sie waren in einen Streit darüber geraten, wer von ihnen der Größte sei. »Die Jünger sind eifersüchtig gegeneinander. Sie glauben, das Reich Israel werde bald kommen; wohl von Gott aufgerichtet, aber doch in Menschenherrlichkeit. So machen sie sich Gedanken, welche Rolle sie selbst darin spielen werden.«3 Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. Wie so oft, will Jesus ihnen diese Lehre durch ein Bild, ein Gleichnis einprägen: Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Es ist, als sagte der Herr: »Ihr Erwachsenen, Rechthaberischen, Zwecke Verfolgenden, hier ist der Maßstab! Das Gegenteil von euch. Das Gegenteil von eurer Art, zu sehen und euch zu benehmen.«4 Indem er die Apostel belehrt, belehrt Christus alle, die Autorität ausüben: in der Kirche, in der Familie, in der Gesellschaft.

Er zeigt ihnen, daß Autorität und Demut zusammengehören.

II. Die Worte des Herrn an die Apostel sollen die Zwölf über die rechte Art der Kirchenleitung belehren. Vor allem aber belehrt sie Christus durch sein Beispiel. Er sagt, er sei nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und um sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.5 Ein anderes Mal hatte er ihnen gesagt: Ihr wißt, daß die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen mißbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer der Erste sein will, soll euer Sklave sein.6 Später werden die Apostel diese Lehre des Herrn verstehen - in ihrer ganzen Tiefe freilich erst nach Pfingsten, als die Fülle des Heiligen Geistes auf sie herabgekommen war. Petrus schreibt Jahre später an die Ältesten, sie sollten nicht Beherrscher ihrer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde sein7. Und Paulus bekräftigt, er habe sich für alle zum Sklaven gemacht, um möglichst viele zu gewinnen8. Je »höher« jemand in der kirchlichen Hierarchie steht, um so strenger ist er dazu verpflichtet, Diener aller zu sein.

»In der Kirche wird es dann eng und stickig, wenn ihre Amtsträger vergessen, daß das Sakrament nicht Zuteilung von Macht ist, sondern Enteignung meiner selbst für den, in dessen >persona< ich reden und handeln soll. Wo aber der je größeren Verantwortung die je größere Selbstenteignung entspricht, da ist niemand des anderen Knecht; da waltet der Herr und da gilt: >Der Herr ist der Geist. Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit< (2 Kor 3,17).«9

Autorität ist Dienst. »Auctoritas im ursprünglichen Sinn des Wortes (...) ist nicht Gegensatz zur Freiheit, sondern ein Teil der inneren Ordnung der Freiheit (...). Gewiß kann Autorität mißbraucht werden, aber das macht sie noch nicht selbst zum Mißbrauch. Sie wird um so reiner sein, je stärker der gemeinsame Gehorsam gegen das Gewissen und die gemeinsame Bindung an den ist, der im Gewissen zu uns spricht.«10 Leitung und Gehorsam haben ihre Wurzeln in der Liebe zu Christus.

Wenn Papst und Bischöfe ihr Lehramt ausüben, erfüllen sie ihre dienende Aufgabe des Leitens. Angesichts aktueller Fehldeutungen ist geschrieben worden: Dem Lehramt »ist es aufgetragen, den Glauben der Einfachen gegen die Macht der Intellektuellen zu verteidigen. Seine Aufgabe ist es, dort zur Stimme der Einfachen zu werden, wo Theologie das Glaubensbekenntnis nicht mehr auslegt, sondern es in Besitz nimmt und sich über das einfache Wort des Bekenntnisses stellt. Insofern wird zwangsläufig das Tun des Lehramts immer den Ruch des Naiven an sich haben (...). Das kirchliche Lehramt schützt den Glauben der Einfachen; derer, die nicht Bücher schreiben, nicht im Fernsehen sprechen und keine Leitartikel in den Zeitungen verfassen können.«11

III. Christus war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.12 Der Gehorsam in der Kirche bedeutet immer, daß jener, der die ihm verliehene Autorität ausübt, zu dienen hat wie Christus, der kam, um zu dienen. Doch da der, der Autorität ausübt, mit menschlichen Armseligkeiten behaftet ist, besteht die Gefahr, aus Gewinnsucht oder als 13 zu leiten. Deshalb muß er immer wieder vor Gott seine Absicht läutern und bedenken, daß auch er gehorchen muß. Und als Gehorchender, der zu leiten hat, kommt eine ganz besondere Aufgabe auf ihn zu: »Es verbirgt sich viel Bequemlichkeit - und gelegentlich ein schwerwiegender Mangel an Verantwortungsbewußtsein - hinter der Haltung von Vorgesetzten, die der gewiß nicht angenehmen Aufgabe des Zurechtweisens aus dem Wege gehen, weil - so entschuldigen sie sich vor sich selbst - dies dem Betroffenen einen Schmerz zufüge. Dadurch ersparen sie sich vielleicht Unerfreuliches in diesem Leben, setzen aber durch ihre Unterlassungen, die wirkliche Sünden sind, ihr eigenes Heil und das der Betroffenen aufs Spiel.14

Um es zu wiederholen: Ohne die Tugend der Demut ist es nicht möglich zu gehorchen. Wissen wir doch, daß als Folge der Erbsünde und infolgedessen als bittere Frucht der Eigenliebe ein mehr oder minder heftiger Widerspruchsgeist in jedem Menschen steckt. Gerade er droht den legitimen Gehorsam gegenüber dem, in dessen Hand unsere geistliche Leitung liegt, zu unterlaufen. In unserer heutigen Betrachtung wollen wir uns damit begnügen, uns auf den Gehorsam gegenüber dem Lehramt zu besinnen und den Herrn zu bitten, er möge uns einen klaren Blick und eine entschlossene Haltung geben für einen Gehorsam aus Freiheit und Hingabe. »Heute stoßen wir überall auf Ungehorsam, Klatsch, Aufsässigkeit und Intrigen. Um so mehr müssen wir den Gehorsam, die Aufrichtigkeit, die Loyalität, die Einfachheit lieben, und zwar mit Blick auf Gott. Dies macht uns menschlicher.«15

Damit es so sei, empfehlen wir uns der Ancilla Domini, der Magd des Herrn.

2,17-20. - 9,29-36. - R.Guardini, , Würzburg 1951, S.309. - ebd., S.311. - 20,28. - 20,24-27. - vgl. 5,3. - vgl. 9,19. - J.Kard.Ratzinger, Zur Gemeinschaft gerufen, Freiburg 1991, S.137. - ders., Silvesterpredigt, München 1979. - ebd. - 2,8. - vgl. 5,2-3. - J.Escrivá, Im Feuer der Schmiede, Nr.577. - ders., Im Feuer der Schmiede, Nr.530. - 1,38.

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