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JAHRESKREIS
2. WOCHE - DONNERSTAG

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bildung und zeugnis im glauben

Gedränge um Jesus. Das Leiden.

Zeugnis gegen die Unwissenheit.

Katechese und Neuevangelisierung.

 

I. Die Evangelisten berichten immer wieder vom Gedränge um Jesus: Kranke, die geheilt werden wollen, Neugierige, die unter dem Eindruck seiner Wunder stehen, Nachdenkliche, die seine Größe ahnen, aber noch schwanken - und natürlich seine Jünger. Markus gibt eine Art Sammelbericht: Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa folgten ihm. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie hörten, was er tat.1

»Es scheint nicht, wie manche meinen, die Einsamkeit des Seeufers gewesen zu sein, was ihn bewog, dorthin zu gehen. Dieses >Hinwegziehen< war vielmehr ein bewußtes Abrücken von der Synagoge, und der freiere Plan am Strande bot sogar einer größeren Menge Raum. Ja, sofort sehen wir, wie nötig dieser ganz andere Raum für die Predigt Jesu war. Denn unter den Völkerschaften, die da herbeiströmten zu ihm, waren auch die ersten Heiden! Heiden aber hätten nie zu ihm gefunden, wenn er in der Enge der jüdischen Synagoge geblieben wäre.

Ein Bild von schier römischer Weltweite steht mit einem Male da. Nur drei Namen - Galiläa, Judäa, Jerusalem - nennen jüdische Gebiete, die anderen vier sind schon halbheidnische, ja wie Tyrus und Sidon, rein heidnische Gegenden. (...) Das Meer ist darum schon Symbol für die neue Weite. Die Scheuklappen jüdischer Blickenge werden fallen müssen, so ungestüm drängt das Evangelium zur ganzen Menschheit. Die große Universalität des Reiches Christi dämmert herauf, Heidenvölker pochen bereits an seine Tore!.«2

Es sind so viele, daß der Herr den Jüngern befiehlt, ihm ein Boot bereit zu stellen, damit er von der Menge nicht erdrückt werde. Denn er heilte viele, so daß alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.

Während der drei Jahre seines öffentlichen Lebens befreite er viele von ihren Leiden, aber er beseitigte nicht das Leid der Welt. »Wir kennen kein Wort des Herrn, das ihn als Idealisten zeigte, der meint, er könne das Leiden zum Verschwinden bringen. Er überschwingt es nicht in Rührung oder Begeisterung, sondern sieht es in seiner ganzen, schlimmen Wirklichkeit.«3 Er nimmt sich der von Not geplagten Menschen erbarmend an. Vielleicht erwarteten viele, daß er die Weite seines Herzens und die Macht seines Wortes vereinen würde, um alles Leid abzuschaffen. Aber fürJesus geht es nicht darum. »Dazu sieht er das Leid viel zu tief, viel zu weit drunten in den Wurzeln des Daseins, eins mit Sünde und Gottesfremdheit. Er sieht es viel zu sehr als die Stelle im Dasein, wo dieses nach Gott hin offen ist, offen wenigstens sein kann; als Folge der Schuld, zugleich aber auch als Weg der Läuterung und Rückkehr.«4 Leid und Schmerz sind in seinen Augen kein absolutes Übel. Am Kreuz werden sie zum Entgelt der Erhörung.

machtvolle Taten und Wunder sind Zeichen5; sie bezeugen, daß der Vater ihn gesandt hat. »Indem er einzelne Menschen von irdischen Übeln: von Hunger, Unrecht, Krankheit und Tod befreit, setzt Jesus messianische Zeichen. Er ist jedoch nicht gekommen, um alle Übel auf Erden zu beheben, sondern um die Menschen aus der schlimmsten Sklaverei, der Sünde, zu befreien.«6

 

II. Bevor Jesus in den Himmel auffährt, gibt er seinen Jüngern den Auftrag: Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie (...), und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.7 Wer soll hingehen? Jeder, der ihm folgt, jeder nach seiner Berufung und seinem Charisma, jeder in seiner Zeit. Die Zeugen Jesu haben - Jahrhundert um Jahrhundert - diese Lehre gelebt und weitergegeben; und in jeder Epoche hat sie günstige Chancen und ernste Gefährdungen vorgefunden.

Wir wollen hier nicht in erster Linie analysieren, sondern beten. Was die heutigen Chancen angeht, fallen uns als erstes das feinere Empfinden für Gerechtigkeit und Menschenwürde und so viele beeindruckende zivilisatorische Fortschritte ein, nicht zuletzt die Errungenschaften der Kommunikation. Aber gerade in diesen Chancen liegen auch die Gefährdungen. Der atemberaubende Fortschritt in Wissenschaft und Technik unseres Jahrhunderts erzeugt auch »die Furcht, die besten Schöpfungen des Menschen könnten diesem entgleiten und sich gegen ihn wenden.«8Weder Wissenschaft noch Technik liefern Orientierung oder Halt. Viele, vollgestopft mit Wissen, sehen wir wie Schafe ohne Hirten ziellos umherirren - bereit, alles Machbare auszuprobieren, dabei ahnungslos in der Lehre des Glaubens. Doch die Worte des H= 8. Weder Wissenschaft noch Technik liefern Orientierung oder Halt. Viele, vollgestopft mit Wissen, sehen wir wie Schafe ohne Hirten ziellos umherirren - bereit, alles Machbare auszuprobieren, dabei ahnungslos in der Lehre des Glaubens. Doch die Worte des errn sind die Worte des ewigen Lebens.

Das Lehramt der Kirche, das den Glauben bewahrt und weitergibt, ist für viele nur eine Stimme unter anderen. Man prüft die Vorzüge oder Nachteile aus der Sicht des augenblicklichen Nutzens, aber nicht im Hinblick auf die innere Wahrheit des Menschen. Dies ist die große Not unserer Zeit! Viele wissen nicht, daß Jesus Christus »feststehendes Prinzip und beständiges Zentrum des Auftrags ist, den Gott selbst dem Menschen anvertraut hat. An diesem Auftrag müssen wir alle teilnehmen, auf ihn müssen wir alle unsere Kräfte konzentrieren, da er mehr als je zuvor notwendig ist für die Menschheit in unserer Zeit.«9 Denn trotz aller Orientierungslosigkeit machen wir nicht selten die Erfahrung, daß viele bereit sind, die Botschaft Gottes zu hören, auch wenn sie es nach außen nicht zeigen. Und heute gilt vielleicht mehr denn je: »Es kommt immer der Augenblick, in dem die Seele nicht mehr weiterkann, sich mit den üblichen Erklärungen nicht mehr zufrieden gibt und in den Lügen der falschen Propheten keine Befriedigung mehr findet. Dann hungern diese Menschen danach, ihre innere Unruhe mit der Lehre des Herrn zu stillen, auch wenn sie es nicht zugeben.«10

In unseren Händen liegt es, den Schatz der Botschaft Christi weiterzugeben. Dafür müssen wir diesen Schatz lebendig im Verstand und im Herzen tragen. Eine unschätzbare Hilfe ist da der Katechismus der katholischen Kirche.

Der Glaube jedes Christen ist Leben - ein ständiges Empfangen und Weitergeben: Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert habe11, schreibt Paulus an die Korinther. Christus hat ihn den Aposteln gegeben, diese ihren Nachfolgern, den Bischöfen. Bonifatius, der »Apostel Deutschlands« und Baumeister der kirchlichen Organisation in unserem Land unterstreicht die Verantwortung der Hirten: »Die Kirche fährt über das Meer dieser Welt wie ein großes Schiff und wird von den Wogen - das sind die Anfechtungen dieses Lebens - hin und her geworfen. Wir dürfen das Schiff nicht verlassen, wir müssen es lenken. Als Vorbilder haben wir dafür die frühen Väter (...). Sie haben unter heidnischen Kaisern das Schiff Christi gesteuert. Sie haben die Kirche geleitet, sie gelehrt und verteidigt, für sie gearbeitet und gelitten bis zum Vergießen des Blutes. Diese Überlegungen erschrecken mich (...). Laßt uns auf ihn vertrauen, der uns die Last aufgelegt hat. Was wir aus eigener Kraft nicht tragen können, das wollen wir tragen durch ihn (...). Wir wollen nicht stumme Hunde sein (vgl. Jes 56,10) und schweigend zuschauen, nicht Mietlinge, die vor dem Wolf fliehen, sondern eifrige Hirten: Über die Herde Christi wollen wir wachen und allen Menschen jeden Ratschluß Gottes verkünden, den Großen und den Kleinen, den Reichen und den Armen, jedem Stand und jedem Alter, soweit Gott uns Kraft dazu gibt.«12

 

Geht hin und lehrt war für die ersten Christen selbstverständlich. »Mission wird ohne sonderlichen Auftrag allein durch die Kraft des in der Taufe gegründeten Glaubens betrieben und geht in der Regel von jedem beliebigen Christen aus. Wir treffen auf Priester, aber die Laien sind in der Mehrzahl. Das Christentum sickert durch, es breitet sich im Bereich der Familie, der Arbeit und des persönlichen Umgangs aus. (...) Äußerst zutreffend ist der Begriff >Ansteckung<, den Tacitus und Plinius benützt haben, um die neue Religion und die Art ihrer Verbreitung zu charakterisieren: als Flüsterpropaganda von der Gattin zum Gatten, vom Sklaven zum Herrn wie vom Herrn zum Sklaven, vom Schuster zum Kunden, verborgen in kleinen Lädchen, wie es die Zeugnisse darstellen, die auf uns gekommen sind. (...) Erstaunlich an den Christen des 2. Jahrhunderts ist ihre Präsenz im Leben der Menschen, in den Läden und Werkstätten, in den Lagern und auf den öffentlichen Plätzen. Sie nehmen am wirtschaftlichen und sozialen Leben teil, sie sind in den Alltag verwoben und leben wie jedermann.«13

Heute ist die Situation anders, weil der Glaube nicht mehr als jener unverbrauchte, neue Weg gilt, der damals einen Suchenden faszinierte, sondern eher als die überkommene Lehre, die jeder zu kennen meint. Und doch ist die Unwissenheit groß und die Oberflächlichkeit weit verbreitet. Das, was für die ersten Christen Evangelisierung, die Freude, das empfangene Glaubensideal weiterzugeben, war, muß auch heute für uns Antrieb sein zur Neuevangelisierung, durch eine Katechese, die spontan und wirksam in der eigenen Familie, unter Freunden, Arbeitskollegen oder Nachbarn, in der Werkstatt, im Büro, an der Universität geschieht; Mutter oder Vater mit den eigenen Kindern, und vielleicht auch mit den Kindern befreundeter Familien; der Student mit einigen Studienkollegen und vielleicht auch - trotz Prüfungsnöten - mit Kindern in einem wenig einladenden Vorort. »Das Apostolat, die Katechese - sie müssen, gleich den Blutgefäßen des menschlichen Körpers, in alle Bereiche der Gesellschaft hinein verzweigt sein. Jeder einzelne soll erreicht werden.«14

Aber was tun, wenn man versucht, die Kirche als unglaubwürdig oder unzeitgemäß zu verunglimpfen? »Das Böse im Überfluß des Guten ersticken! Es genügt weder, nur die Übel anzuprangern, noch, sich hinter einem Wall von Negationen zu verschanzen. - Vielmehr lebt der Christ aus dem Ja zum Wahren und Rechten, weil jugendliche Zuversicht, Freude und Frieden ihn prägen. Er will allen mit Verständnis begegnen: denen, die Christus nachfolgen, denen, die ihn verlassen haben, und denen, die ihn noch nicht kennen. Freilich bedeutet Verstehen weder Kapitulation noch Indifferenz, sondern Tätigwerden.«15 Es ist der Drang, alle mit Christus und seiner Botschaft vertraut zu machen: Ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde.«16

du Thron der Weisheit, du Helferin der Christen, Du Königin der Bekenner - bitte für uns!

 

Mk 3,7-12. - 2 J. Dillersberger, Markus, Bd.II, Salzburg 1937, S.31. - 3 R. Guardini, Der Herr, Würzburg 1951, S.53. - 4 ebd., S.55. - 5 vgl. Apg 2,22; Joh 2,11. - 6 Katechismus der Katholischen Kirche, 549. - 7 Mt 28,19-20. - 8 Johannes Paul II., Apost. Schreiben Catechesi Tradendae, 16.10.1979, 56. - 9 Johannes Paul II., Enz. Redemptor hominis, 11. - 10 ebd. - 11 1 Kor 11,13. - 12 Bonifatius, Epistola, 78. - 13 A. Hamman, Die ersten Christen, Stuttgart 1985, S.72 und 79. - 14 J. Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.943. - 15 J. Escrivá, Die Spur des Sämanns, Nr.864. - 16 1 Kor 9,16.

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